Physik Modern: Zwei Vorträge, zwei Perspektiven auf die Quantenforschung

16 July 2026
from 10:15 to 19:30

Monika Aidlesburger und Annabelle Bohrdt bieten spannende Einblicke in aktuelle Forschung am MCQST und zeigen, wie die Quantenwelt heute erforscht wird.

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Address / Location

LMU Fakultät für Physik

Geschwister-Scholl-Platz & Schellingstraße 4

München

Im Rahmen der Physik-Modern Vortragsreihe, die für alle die Interesse an Quantenphysik haben offen ist, erwarten Sie am Donnerstag, 16. Juli 2026, gleich zwei Vorträge, die aktuelle Forschung verständlich und anschaulich vermitteln. Im Anschluss besteht jeweils Gelegenheit zur Diskussion.

10:15 Uhr | Großen Physikhörsaal (N120, Geschwister-Scholl-Platz)
für Schülerinnen und Schüler

monika_aidelsburger
Prof. Dr. Monika Aidelsburger | LMU München

Quantenwelten im Labor – Wie wir einzelne Atome kontrollieren
Quantenphysik beschreibt die Welt der allerkleinsten Teilchen – und bringt selbst moderne Computer schnell an ihre Grenzen. In diesem Vortrag zeige ich, wie wir mit Lasern einzelne Atome einfangen und gezielt anordnen können, um komplexe Quantensysteme im Labor nachzubauen. Dabei entstehen nicht nur völlig neue Einblicke in die Natur, sondern auch die Grundlage für Quantencomputer – eine revolutionäre Art von Rechnern, die Probleme lösen könnten, an denen heutige Computer scheitern.



18:15 Uhr | Hörsaal in der Schellingstraße 4 (H 030, Schellingstraße 4)
für alle

Annabelle Bohrdt standing in front of a blackboard with mathematical formulas. Ⓒ Muqing Xu
Prof. Dr. Annabelle Bohrdt | LMU München

Wenn viele Quantenteilchen zusammen kommen: Maschinelles Lernen für das 'Big Data' Problem der Quantenwelt
Wenn viele Quantenteilchen zusammen kommen, können neue, oft unerwartete, Phänomene entstehen, wie zum Beispiel Supraleitung oder Magnetismus. Das macht solche Quantenvielteilchensysteme spannend, aber auch oft schwierig vorherzusagen oder zu erklären. Der Grund ist, dass das Ganze in der Quantenwelt oft mehr ist als die Summe seiner Teile: Der gemeinsame Quantenzustand lässt sich im Allgemeinen nicht einfach aus den Zuständen der einzelnen Teilchen zusammensetzen. Für eine vollständige Beschreibung braucht man stattdessen eine Zahl von Amplituden, die exponentiell mit der Teilchenzahl wächst. In diesem Vortrag zeige ich, wie moderne Methoden des maschinellen Lernens helfen können, dieses „Big-Data-Problem“ der Quantenwelt zu bewältigen.


Weitere Einzelheiten finden Sie auf der Physik Modern Webseite.

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